2:2 nach 0:2 - Punkteteilung in Derby

Schiedsrichter: Jan Hendrik DreyerLinienrichter: André Krüger, René Mügge
Spielbericht vom 4. Oktober 2026
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Ein intensiv geführtes Kreisliga-Derby ohne große fußballerische Feinschmecker-Kost: Der VfB Hemeringen und der SC Weser HO haben sich nach einem umkämpften Schlagabtausch mit einem 2:2-Unentschieden getrennt. „Das Derby hat heute definitiv mehr von den Emotionen gelebt als von schönen spielerischen Highlights“, blickte Hemeringens Sprecher Philipp H. Oberkötter nach dem Schlusspfiff zurück. In der 22. Spielminute belohnte sich der SC: Nach einem Freistoß auf den kurzen Pfosten entstand ein Gewühl im Hemeringer Strafraum, aus dem Daniel Wins das Leder schließlich zum 1:0 über die Linie stocherte. In der 40. Minute schwächten sich die Gäste jedoch selbst, als ein Weser-Akteur wegen Nachtretens mit der Roten Karte vom Platz gestellt wurde.
Trotz der nummerischen Überlegenheit erwischte Hemeringen nach dem Seitenwechsel zunächst den nächsten Nackenschlag. In der 64. Spielminute zirkelte Weser-Rückkehrer Alexander Kindsvater einen Freistoß an den zweiten Pfosten, wo Lucas Göhmann völlig frei zum 2:0 einköpfte. Die Hausherren steckten jedoch keineswegs auf und rissen das Spielgeschehen in der Folge an sich. Der verdiente Anschlusstreffer in der 70. Minute entsprang schließlich einer gehörigen Portion Fortuna: Sören Kirchenbauer setzte zu einem Vorstoß an, seine eigentlich flach gedachte Hereingabe rutschte ihm ab – und landete im Tor. „Sören wollte ihn eigentlich flach spielen, aber der Ball ist dann hoch über den Keeper hinweg in die Maschen gesegelt. Gut für uns“, schmunzelte Oberkötter. Hemeringen machte nun komplett auf, während HO Konterchancen ungenutzt ließ. In der 81. Minute belohnte Lucas Klein die Moral der Heimelf: Nach feinem Zuspiel des starken Rückkehrers Nils Witthuhn tauchte Klein frei vor Weser-Torwart Bastian Glau auf und schob eiskalt zum 2:2-Ausgleich ein.
Oberkötter: „In der Summe war vielleicht sogar noch mehr drin, aber wir waren etwas zu unkonzentriert waren und hatten zu viele Fehlpässe. Aber nach einem 0:2-Rückstand im Derby noch ein 2:2 zu holen, ist völlig okay. Wir haben Weser in der Tabelle auf Abstand gehalten und sind jetzt seit drei Spielen ungeschlagen.“ Neben der geschlossenen Mannschaftsleistung hob der Sprecher zwei Akteure namentlich hervor: „Bei Weser HO muss man heute Alexander Kindsvater hervorheben. Er war länger verletzt, hat eine unfassbare Ballkontrolle und hat auf Linksaußen trotz seiner 30er Pace sechs oder sieben Tunnler verteilt – das war schon krass. Bei uns hat Nils Witthuhn gezeigt, wie extrem wichtig er für uns ist. Er bringt die gesamte Mannschaft seit seiner Rückkehr einfach nach vorne. Ein geiler Spieler.“
Tore: 0:1 Daniel Wins (22.), 0:2 Lucas Göhmann (64.), 1:2 Sören Kirchenbauer (70.), 2:2 Lucas Klein (81.). Besonderes: Rote Karte für den SC Weser HO (40./Tätlichkeit).













