Unglückliches Pokalaus nach großem Kampf

Schiedsrichter: Thomas HanusLinienrichter: Marcin Ochmann, Dimoor Shanibaqi
Spielbericht vom 23. September 2026
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Im Achtelfinale des Kreispokals hat der SC Weser HO das Hessisch Oldendorfer Derby für sich entschieden und das Ticket für die nächste Runde gelöst: Vor einer imposanten Kulisse von rund 250 Zuschauern setzte sich die Heimelf im Duell der beiden Kreisligisten mit 2:0 (0:0) gegen den VfB Hemeringen durch und warf den Nachbarn aus dem Wettbewerb. Im ersten Durchgang begegneten sich beide Teams zunächst mit großem Respekt und agierten aus einer kompakten Grundordnung heraus erst ab der Mittellinie. Den ersten Aufreger der Partie verbuchte SC-Sprecher Noel Benski, dessen Abschluss nach einer Brustannahme im Strafraum allerdings noch kein Problem für VfB-Keeper Marcel Bille darstellte (25.).
Nur fünf Minuten später brannte es lichterloh im Hemeringer Gehäuse, als Benski den Ball nach einer durchgerutschten Ecke an die Oberlatte nagelte (30.). Die Gäste antworteten postwendend: Erst prüfte Philipp Oberkötter SC-Schlussmann Bastian Glau per Distanzschuss, ehe Patrick Bendereit in der 33. Spielminute nach einem tiefen Ball von Lucas Klein in höchster Not auf der Linie für seinen bereits geschlagenen Torhüter klärte. Kurz vor dem Pausentee besaß Daniel Lukas zweimal die Chance auf die Führung, verfehlte das Ziel nach Steilpässen über die Abwehrkette jedoch knapp (40., 44.).
Nach dem Seitenwechsel erwischten die Hausherren einen Traumstart und stellten die Weichen blitzschnell auf Sieg. In der 49. Spielminute rutschte ein Freistoß aus dem Halbfeld durch zu SC-Kapitän Daniel Wins, der eiskalt zum 1:0 vollendete. Trotz gehobener Fahne des Assistenten gab Schiedsrichter Thomas Hanus den Treffer, da der Ball zuvor von einem Hemeringer abgefälscht worden war. Nur vier Minuten später brannte es erneut im VfB-Strafraum: Wins behauptete das Leder im Mittelfeld, zog in den Sechzehner und konnte nur durch ein Foul gestoppt werden. Den fälligen Strafstoß verwandelte der Gefoulte selbst souverän unten links zum 2:0-Doppelschlag (53.). In der Folge zogen sich die Platzherren etwas zurück und überließen Hemeringen mehr Ballbesitz, standen defensiv jedoch extrem kompakt. Die Gäste drückten auf den Anschlusstreffer und hatten Pech, als Aaron Wyrwich im Tumult lediglich die Latte traf (75.). In einer emotionalen Schlussphase kochten die Derby-Gemüter in der 86. Spielminute nach einer Unstimmigkeit im Strafraum hoch, woraufhin der Unparteiische jeweils einen Akteur auf beiden Seiten mit der glatten Roten Karte vom Feld stellte. Kurz vor dem Abpfiff gab es zudem noch eine Schrecksekunde für die Heimelf, als sich Topstürmer Lukas mit Oberschenkelproblemen auswechseln lassen musste.
Nach dem erlösenden Schlusspfiff war der Jubel im Lager von Weser HO riesengroß. SC-Sprecher Noel Benski zeigte sich überglücklich über den Coup: „Es war ein überragendes Spiel vor grandioser Kulisse. Der Sieg ist unter dem Strich verdient, da wir defensiv extrem kompakt standen und kaum etwas zugelassen haben. Wir konnten unsere Chancen nutzen, das Momentum mitnehmen und unsere Erfahrung ausspielen. Ein Sonderlob hielt Benski für seinen Doppeltorschützen bereit: „Ein besonderes Lob geht an unseren Kapitän Daniel Wins als Man of the Match sowie an unseren Mittelfeldmotor Luca Depping, der auf der Sechs ein grandioses Spiel gemacht hat. Bei Hemeringen hat Innenverteidiger Marvin Schulte eine sehr solide Partie absolviert.“
Tore: 1:0 Daniel Wins (49.), 2:0 Wins (53.).
Besonderes: Platzverweis für SC Weser HO (86.) und VfB Hemeringen (86.).
Quelle: AWesA













