Der Bann ist gebrochen: I. schlägt Köfö

Schiedsrichter: Jan StollbergLinienrichter: Maurice Wiewel, Jan Hendrik Dreyer
Spielbericht vom 19. September 2026
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In Hemeringen hat der VfB für eine faustdicke Überraschung gesorgt: Der bisherige Tabellenletzte schlug den ungeschlagenen Tabellenzweiten SSV Königsförde mit 4:2 (1:0) und reichte die „rote Laterne“ damit vorerst an den TSV Grohnde weiter. Während die Hemeringer nun sechs Zähler auf dem Konto haben, verpassten die Gäste durch ihre erste Saisonniederlage die Chance, den Druck auf Spitzenreiter Nettelrede zu erhöhen – Königsförde bleibt bei einem absolvierten Spiel mehr mit zwei Punkten im Rückstand. Die Hausherren gingen nach den Eindrücken der Vorwoche hochmotiviert in die Partie. „Wir haben letzte Woche extrem unglücklich verloren, obwohl wir die bessere Mannschaft waren. Genau an diese Leistung und Marschroute wollten wir heute anknüpfen“, erklärte VfB-Sprecher Philipp Oberkötter.
Die Taktik ging im ersten Durchgang voll auf: „Wir stehen in der Tabelle aktuell schlecht da und müssen uns in der Liga da Schritt für Schritt herauskämpfen. In den ersten 45 Minuten ist uns das in Perfektion gelungen: Das war eine bärenstarke Leistung, wir haben hervorragend verschoben und viel miteinander kommuniziert.“ Königsförde verzeichnete zwar ein klares Plus beim Ballbesitz, fand gegen die kompakte VfB-Defensive aber kaum Lücken und kam nur zu Halbchancen. Hemeringen lauerte eiskalt auf Umschaltmomente und belohnte sich quasi mit dem Pausenpfiff: Nico Grett legte stark ab, ehe Fabian Keil das Leder aus 18 Metern von der rechten Strafraumecke sehenswert zum 1:0 ins Netz hob (45.+1).
Für den zweiten Durchgang hatten sich die Gastgeber vorgenommen, genau dort weiterzumachen – und erwischten einen sensationellen Wiederbeginn. Direkt nach dem Seitenwechsel eroberte der VfB den Ball: „Die Kugel kommt zu mir und ich treffe aus 30 Metern per Aufsetzer zum 2:0“, beschrieb Oberkötter die 46. Spielminute. Fast im direkten Gegenzug klingelte es erneut im SSV-Gehäuse. „Wir hatten wieder einen Ballgewinn in der eigenen Hälfte, spielen dann einen schönen Doppelpass und Lucas Klein wird auf die Reise geschickt – erneut schlägt der Ball per Heber aus 25 Metern ein. Ein perfekter Konter!“, jubelte Oberkötter über das 3:0 (48.). Doch der Favorit aus Königsförde gab sich nicht geschlagen und blies zur Aufholjagd, während den Hausherren allmählich die Kräfte schwanden. „Danach muss man ehrlich sagen, dass wir etwas nachgelassen haben und uns die Puste ausging. Königsförde hat enorm gedrückt und eine starke Phase erwischt“, so Oberkötter.
Zunächst hielt der Hemeringer Schlussmann Marcel Bille seinen Kasten mit starken Paraden sauber, doch in der 65. Minute staubte Edon Musliji nach einem abgewehrten Schuss aufs lange Eck zum 1:3 ab. Nur fünf Minuten später pflückte Hasan Yanalak eine Hereingabe zwischen den VfB-Innenverteidigern herunter und verkürzte auf 3:2 (70.). Königsförde blieb in der Folge brandgefährlich, biss sich an der aufopferungsvoll kämpfenden Hemeringer Defensive und dem gut aufgelegten Keeper Bille bei Distanzschüssen aber die Zähne aus. In der 83. Minute folgte dann das absolute Highlight des Tages: Philipp Oberkötter eroberte tief in der eigenen Hälfte den Ball, sah, dass der Gäste-Keeper zu weit vor seinem Kasten stand, und zog einfach ab – die Kugel flog über den gesamten Platz hinweg zum 4:2-Endstand ins Netz. Ein echtes Traumtor, für das der Matchwinner im Nachgang noch ein Sonderlob von Teamkollege Cedric Klein erhielt: „Das war der krönende Abschluss einer überragenden Performance unseres Matchwinners“, schwärmte Klein. Oberkötter selbst zog nach dem Schlusspfiff ein überglückliches Fazit: „Das war eine Top-Leistung der gesamten Mannschaft und ein echter Befreiungsschlag. Genau darauf wollen wir aufbauen!“
Tore: 1:0 Fabian Keil (45.+1), 2:0 Philipp Oberkötter (46.), 3:0 Lucas Klein (48.), 3:1 Edon Musliji (65.), 3:2 Hasan Yanalak (70.), 4:2 Oberkötter (83.).
Quelle: AWesA













