Der Rot-Weiße Partybus trifft in München ein!

Neue Freundschaften beim Blerim-Hoti Gedächtniscup
Artikel vom 25. März 2026
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Bericht zur Münchenfahrt des VfB Hemeringen
Am Wochenende vom 20. bis 22. März durfte die Inklusionsmannschaft des VfB Hemeringen bereits zum zweiten Mal nach München reisen, um am Blerim-Hoti-Gedächtniscup von TSV 1860 München teilzunehmen.
In zwei Bullis, bereitgestellt von der katholischen Kirche St. Sturmius sowie dem Jugendhaus aus Hessisch Oldendorf, machten sich 16 Teammitglieder auf den rund 670 Kilometer langen Weg, um sich mit namhaften Gegnern aus ganz Deutschland zu messen. Zu den teilnehmenden Teams gehörten unter anderem Werder Bremen, Germania Zündorf aus Köln, die Lebenshilfe Dresden, Inter United Winnenden, der SV Niederroth sowie zwei Mannschaften von TSV 1860 München.
Der Freitag war geprägt von der langen Anreise. Nach dem Beziehen der Zimmer nutzte das Team die Zeit, um das Städtische Stadion an der Grünwalder Straße, die Heimspielstätte der Gastgeber, zu besichtigen. Ein kurzer Ausflug in die Münchener Innenstadt bot bereits das erste Highlight des Wochenendes, bevor der Abend gemeinsam in einem italienischen Restaurant ausklang.
Am Samstag begann der Turniertag früh: Bereits um 9:00 Uhr startete das Geschehen in der Sporthalle Neukeferloh. Die Begrüßung durch eine Blaskapelle sowie Ultras von TSV 1860 München sorgte bei Spielern und Fans für Gänsehaut.
Im ersten Spiel traf das Team direkt auf den SV Niederroth, ein bereits bekannter und starker Gegner. Leider musste sich der VfB mit 0:2 geschlagen geben. Besonders bitter war die frühe Verletzung von Torhüter Claudio Kespohl, der nach nur zwei Minuten durch Robin Beslic ersetzt werden musste. Dieser zeigte im weiteren Turnierverlauf jedoch eine herausragende Leistung.
Nach der Auftaktniederlage reagierte das Trainerteam prompt und sorgte mit einer auflockernden Kabinenparty zum Kultsong „Ich fühl mich Disco“ für neue Motivation.
Diese zeigte Wirkung: Im zweiten Spiel gegen Werder Bremen bewies das Team großen Kampfgeist. Nach einem 0:1-Rückstand drehten Kapitän Marcel Busch und Joos Waldeck mit zwei sehenswerten Treffern die Partie zum 2:1 Sieg.
Vor dem nächsten Spiel folgte jedoch ein weiterer Rückschlag: Abwehrboss Justus Ulbrich fiel aufgrund von Migräne aus. In der neu formierten Defensive mussten sich Xenia und Marcel gegen die erste Mannschaft von TSV 1860 München beweisen. Lange hielten sie stand, ehe ein Sonntagsschuss zum 0:1-Endstand führte.
Auch gegen die Lebenshilfe Dresden lief es zunächst nicht wie geplant. Nach defensiven Fehlern lag das Team schnell zurück. Trotz Treffern von Marcel Busch und Janek Ulbrich endete die Partie mit 2:4.
Im darauffolgenden Spiel gegen Germania Zündorf entwickelte sich ein echtes Torfestival. Beim 4:4-Unentschiedensetzte das Trainerteam auf Erfahrung und die Hereingebrachten SpielerInnen lieferten. So trafen Cagla Gün doppelt, Chantal Wyrwich sowie Hannes Döring jeweils einmal. Beide, sich in dieser Partie abwechselten Torhüter überzeugten mit starken Paraden. Viele Zuschauer und TrainerInnen bezeichneten dieses Spiel als das „Spiel des Tages“.
Im Anschluss zeigte vor allem die „junge Garde“ gegen Inter United Winnenden ihr Können. In einem torlosen 0:0 überzeugte das Team mit schönen Kombinationen und war eine von nur zwei Mannschaften, die dem späteren Turniersieger Punkte abnehmen konnten.
Im letzten Spiel gegen TSV 1860 München erzielte Lennox Gerlach einen Treffer und beeindruckte mit großem Einsatz gegen teils deutlich ältere Gegner. Dennoch musste sich der VfB knapp mit 1:2 geschlagen geben.
Nach einem intensiven Turniertag ließ das Team den Abend gemeinsam mit allen Mannschaften bei einem Essen ausklingen. Dabei wurden viele Gespräche geführt und neue Freundschaften geschlossen.
Ein weiteres Highlight folgte am Sonntag: Gemeinsam mit Germania Zündorf und Werder Bremen ging es zur Allianz Arena. Bei einer Stadiontour inklusive Einlauf zur Champions-League-Hymne fühlten sich die Spielerinnen und Spieler wie echte Profis. Ein Besuch im Museum sowie im Fanshop rundeten das Erlebnis ab. Ein besonderer Dank gilt hier Gökhan Erdek, der diese Tour möglich gemacht hat.
Nach der rund neun Stunden langen Rückfahrt konnten alle Spielerinnen und Spieler glücklich ihren Betreuerinnen und Betreuern übergeben werden. Einige werden künftig sicherlich auch im Training mit Trikots des FC Bayern München oder von TSV 1860 München auflaufen.
Zum Abschluss richtete Trainer Aaron Wyrwich noch persönliche Worte an das Team und den Staff:
Ein besonderer Dank gilt dem gesamten Trainerteam. Neben Klaudia Wyrwich, die trotz Bänder- und Meniskusriss spontan einsprang, sollen insbesondere Cagri Gün und Pascal Wiesner für ihre herausragende Arbeit hervorgehoben werden. Auch die Unterstützung aus der Ferne, etwa durch Laureen im Bereich Social Media sowie Kerstin in der Gesundheitsversorgung, war von großer Bedeutung. Doch auch die unerwähnten bilden das Trainerteam und nur mit allen seien solche Events möglich.
Abschließend bedankt sich der VfB Hemeringen bei allen Unterstützern sowie bei TSV 1860 München für die Einladung. Die Vorfreude auf das nächste Jahr ist bereits groß!



